Mujinga Pod

Im Jahr 2018 nahm Swissloop zum zweiten Mal am Hyperloop Pod-Wettbewerb teil. Unser Team entwickelte und baute einen 3,5 m langen Pod namens „Mujinga“. Der Pod ist nach der Schweizer Athletin Mujinga Kambundji benannt, die derzeit die Schweizer Rekorde für 100-Meter- und 60-Meter-Sprints hält.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, Escher, Mujinga wird von vier Elektromotoren angetrieben. Zusammen erzeugen sie über 540 PS – das ist ungefähr das 2,5-fache der Kapazität eines Bugatti-Sportwagens. Zwei Akkus liefern insgesamt 700 Volt Energie eine Menge die 1’500 iPhone-Akkus übersteigt.

Obwohl Mujinga es aufgrund eines Kurzschlusses unserer Batterien nicht unter die ersten drei Plätze schaffte, gehörten wir zu den zwanzig Teams, die nach LA eingeladen wurden, um dort unseren Pod vorzustellen und zu testen.

Die Batterie mit ihren vier Wechselrichtern und der Hauptplatine befinden sich zwischen den Radpaaren.
Das zentrale Element unseres Pod ist das Carbonfaser-Chassis, auf dem alle anderen Subsysteme montiert sind.
Um eine größere Radreibung zu erzeugen, um die erforderliche Beschleunigung zu erreichen, wird ein Spannsystem verwendet, das den Pod auf die Strecke drückt.
Die EMRAX-Motoren, die sich in jedem Rad befinden, werden von Wechselrichtern angetrieben. Sie liefern genug Drehmoment, um unseren Pod auf 140 m/s zu beschleunigen.
Um den Pod zu bremsen, werden zwei hydraulische Bremsen im hinteren Teil des Pods verwendet.
Um die seitliche Stabilität zu erhalten, verfügt der Pod über vier Stabilitätsräder, die die Stöße von der Schiene absorbieren und auch die horizontale Verschiebung begrenzen.
Um den Pod leichter zu machen, besteht die Schale aus Kohlefaser. Das Ziel des Schalendesigns ist es, eine schlanke, vereinfachende, aber vor allem futuristische Form zu erreichen. Der Betrachter sollte das Gefühl bekommen, als ob ein Produkt aus der Zukunft angekommen ist. Sie wird den Pod vor äußeren Einflüssen schützen und ihn aerodynamischer machen. Die Schale wird aus sechs Schichten multidirektionaler Kohlefaser bestehen, was eine Dicke von 3 mm ergibt.

Die Entstehung von Mujinga